Hypoglykämie, eine übersehene Krankheit mit unheilbaren Folgen

Exkurs zu Folge 3: Praktische Tipps zu Hypoglykämie

Hypoglykämie, die übersehene, verkannte Krankheit mit unheilbaren Folgen

Mit der Hypoglykämie (Unterzuckerung) hatte ich mit Hilfe von Dr. Amand eine Krankheit gefunden, die in der Schulmedizin faktisch gar nicht existiert, für viele Fibromyalgie Symptome verantwortlich ist und im Blutbild erst Jahrzehnte später als Diabetes sichtbar wird.

Die Hypoglykämie kann bei einigen Betroffenen die Ursache, die Grunderkrankung sein, z.B. bei Betroffenen, mit der Doppeldiagnose Diabetes und Fibromyalgie. Auch bei Männern steht der schwankende Blutzucker oft im Vordergrund der Beschwerden, die ab dem 35. Lebensjahr aufwärts (kann auch im Einzelfall früher sein) auftreten. Blutzuckerprobleme sind aber häufiger die Folge einer anderen Erkrankung, die zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes „Fibromyalgie“ führen. Denn die meisten Fibromyalgie-Erkrankungen beginnen in der Jugend, vereinzelt auch im Kindesalter, mit einem fortschreitenden Charakter.

Merke:

  • Je älter der Betroffene bei dem Auftreten der Fibromyalgie-Symptomen ist, desto wahrscheinlicher ist ein Blutzuckerproblem ursächlich beteiligt. Jungen Menschen mit Fibromyalgie Symptomen, aber auch jedem Betroffenen, empfehle ich, mindestens auf Zucker und Weißmehl zu verzichten, was viele weitere Symptome und einen späteren Diabetes verhindern kann. Den Blutzucker dauerhaft zwischen 70-126 mg/Deziliter zu halten, garantiert mehr Lebensqualität und Symptomfreiheit.
  • Bei Hypoglykämie hat sich die Schulmedizin nicht nur um 20 mg/Deziliter nach unten und nach oben in den Normwerten vertan. Denn irgendwo zwischen 70 mg/Deziliter und weniger und zwischen 126 mg/Deziliter und mehr, entstehen die Symptome der Fibromyalgie, die eigentlich Diabetes-Symptome sind. Die Schulmedizin schweigt sich auch konsequent über 20 Jahre und mehr aus, die Hypoglykämie braucht, um sich zu einem Diabetes zu entwickeln. Vorbeugen ist besser, als leiden.
  • Anzeichen für eine Hypoglykämie zeigen Betroffene, die nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten, zwei Stunden später, bzw. generell alle zwei Stunden wieder essen müssen. In diesem Stadium wird Hypoglykämie chronisch und die Ampel für Diabetes steht auf Gelb.
  • Kritisch ist auch, wenn der Hunger Betroffene plötzlich überfällt und sofort etwas Essbares in der Nähe sein muss, um die klassischen Symptome wie Zittern, Panik, Schweißausbruch, zu vermeiden. In diesem Stadium wird Hypoglykämie chronisch.
  • Betroffene, die unter dem gefürchteten Fibro-Nebel leiden, können dieses Symptom mit einer kohlenhydratarmen Nahrung für immer verschwinden lassen.
  • Es kann auch passieren, dass das Sättigungsgefühl und/oder das Hungergefühl verloren geht und endlos gegessen oder gehungert werden kann. Hier hilft, die normalen, gewohnten Portionen, vom Kopf gesteuert, zu essen. Nach ein paar Tagen, setzt das Sättigungsgefühl bzw. Hungergefühl wieder ein.
  • Schwere Hypoglykämie besteht, wenn man, in der Regel in den frühen Morgenstunden zwischen 2 Uhr-5 Uhr aufschreckt, zitternd und schweißgebadet im Bett liegt und sich unfähig fühlt aufzustehen. Versucht man es dennoch, kann es zu einer kurzen Ohnmacht kommen, bis das Adrenalin den Blutzuckerspiegel wieder anhebt oder etwas Zuckerhaltiges gegessen wurde. Ärzte, die Hypoglykämie als Krankheit abstreiten sagen, dass diese Ohnmachtsanfälle nur bei insulinpflichtigen Diabetikern vorkommen, wenn sie sich zu viel Insulin gespritzt haben. Das stimmt nicht, es kommt aber nur sehr selten vor und endet nicht tödlich, auch wenn man sich so fühlt.
  • Nach der hormonellen Achterbahnfahrt Hypoglykämie folgt ein Stadium, indem der Blutzucker im Durchschnitt zu hoch ist, was irgendwann im Blutbild auch ersichtlich wird. Der Prä-Diabetes ist erreicht und die Diabetes-Ampel steht auf Rot. Wer hier nicht die Kohlenhydrate dem vorhandenen Insulin entsprechend runter schraubt, steuert sehenden Auges in den Diabetes.
  • Ein Diabetes kann in jedem Vorstadium mit einer entsprechenden Diät gestoppt werden!!! Dennoch gilt: Je früher, desto besser. Ein sehr hoher Prozentsatz der Fibrolmyalgiebetroffenen leidet auch unter Störungen des Blutzuckers und wissen es nicht!!!

Nachdem ich das Zuckerproblem gelöst hatte, schwammen immer noch gravierende Symptome in meinem Suppentopf, die nicht zum Blutzuckerstoffwechsel gehörten. Ich erinnere hier an weitere Hormonachsen: Schilddrüse, Nebennieren, Sexualhormone und Gehirnstoffwechsel, mit denen ich mich in den nächsten Folgen beschäftigen werde. Denn jede Hormonachse kann bei Störungen zu Fibromyalgie Symptomen führen. Die Blutzuckersymptome sind eine der wenigen Gemeinsamkeiten bei „Fibromyalgie“. Ab hier kocht jeder sein eigenes Süppchen, d.h. jetzt kommen unterschiedliche Krankheiten als Grunderkrankung in Frage.

Vertiefende Infos: http://www.psycho-therapie-fibromyalgie.com/category/hypoglykaemie-blutzuckerschwankungen-diabetes/