Hypoglykämie, der Unterzucker

Folge 3: DIE ROLLE DER UNTERZUCKERUNG, BLUTZUCKERSCHWANKUNGEN UND DIABETES BEI FIBRPMYALGIE

Frei von jeder bisherigen Information über Fibromyalgie, begann ich mit meinen Forschungen nach der Ursache von Fibromyalgie bei der Schmerztheorie. Mithilfe der Bücher von Dr. Thomas Weiss, die 2009 auf dem Markt waren, suchte ich nach hilfreichen Ansätzen. Doch ich suchte nicht nur nach den „Wahrheiten“ der vorhandenen Theorien, ich suchte auch nach relevanten Anhaltspunkten bzw. Krankheiten, die in der Schulmedizin übersehen werden und warum! Die in der Schmerztheorie aufgeführten Medikamente, hatte ich schon alle im Medizinschrank, die auch zeitweise etwas Linderung gebracht hatten, aber irgendwann nicht mehr. Die multimodale Therapie hatte ich im Laufe der Jahre auch schon durch, was zeitweise, mehr oder weniger gut geholfen hat.

Der sinngemäß wiedergegebene Satz: „Fibromyalgie geht oft mit Hormonstörungen einher,“ elektrisierte mich. Weiss bezieht sich hierbei auf den Gehirnstoffwechsel, weil viele Fibromyalgie-Patienten unter Depressionen leiden. Ich vertrete die systemische Theorie, die besagt, dass alles mit allem zusammenhängt. Demnach auch alle Hormonkreisläufe. Ich wechselte in die systemische Perspektive und sah dementsprechend fünf große hormongesteuerte Stoffwechselvorgänge, die involviert oder betroffen sein können: Gehirn/Serotonin, Blutzucker, Nebennieren/Stress, Schilddrüse und Sexualhormone. Die Beteiligung von Stress und dem Gehirnstoffwechsel waren 2009 schon bekannt, wobei der Stress eine untergeordnete Rolle spielte. Doch nicht jeder Fibromyalgie-Betroffene hat Depressionen, aber ALLE leiden unter einer mangelhaften Stressbewältigung! Auch andere Hormonachsen könnten beteiligt oder betroffen sein, was der überhäufig betroffene Blutzuckerstoffwechsel nahelegt.

Weiss erwähnt auch Blutzuckerschwankungen als Symptom, was unter den vielfältigen aufgezählten Symptomen untergeht, zumal er auf dieses zentrale Thema 2009 nicht weiter eingeht. Doch er schreibt einen Ernährungsratgeber für Fibromyalgie: „Fibromyalgie: „Das erfolgreiche Ernährungsprogramm“, das gut ist, wenn man nicht schon eine Insulinresistenz hat oder gar auf einen Diabetes zusteuert.

Ich versuchte diese Ernährung auch, aber bei mir half sie nicht, da ich schon eine fortgeschrittene Insulinresistenz hatte.Diese Erkenntnis habe ich Dr. Amand zu verdanken, der aufgrund seiner Phosphat-Theorie, die „Guaifenesin-Therapie“ erfand. Amand erkannte, dass ein Großteil der Fibromyalgie Patienten unter Hypoglykämie (Unterzucker) oder deren Vorstufen litten. Niedrige, erhöht oder schwankende Blutzuckerwerte führen auch zu den Fibromyalgie-Symptomen, denn auch die schwere Hypoglykämie beginnt zunächst mit leichteren Schwankungen im Blutzuckerstoffwechsel. Die Symptome der Unterzuckerung, der Überzuckerung und der schwankende Wechsel zwischen beiden Zuständen, decken sich ALLE zu einem großen Teil mit den Symptomen der Fibromyalgie. D.h. auch Diabetes hat viele überschneidende Symptome der Fibromyalgie-Symptome.

Blutzuckerschwankungen und Hypoglykämie sind die Vorboten eines Diabetes. Dr. Amand hat eine liberale, gewichterhaltende und eine strenge, gewichtreduzierende Diät zusammengestellt, die geeignet sind, den Blutzucker zu stabilisieren und einem Diabetes vorzubeugen. Ich habe die liberale Diät von Dr. Amand eisern durchgezogen und alle Symptome, die ich im Blog hinterlegt habe, hatten sich extrem verbessert oder waren ganz verschwunden. Die Schmerzen und Verspannungen lösten sich langsam auf und der gefürchtete Fibro-Nebel kam nie wieder. Doch eine Reihe von schweren Symptomen blieben und ich musste weiterforschen. Die Insulinresistenz war nur ein Teil der Geschichte. Die Fibromyalgie Symptome haben demnach mehrere Ursachen. Aber dazu später mehr. Was Hypoglykämie ist, warum sie in der Schulmedizin übersehen wird und wie ihr herausfinden könnt, ob ihr unter Hypoglykämie, Blutzuckerschwankungen oder einer Insulinresistenz leidet, sind Themen der nächsten Folge.

Fazit 1: Die Therapieansätze der Schmerztheorie sind bezogen auf Medikamente und die multimodale Therapie richtig, aber nicht ausreichend. Es ist nur eine symptomatische Behandlung, die das Fortschreiten der Krankheit nicht aufhalten kann. Die Schmerztheorie muss falsch sein, da die Schmerzen nach Behandlung des Blutzuckers wesentlich besser werden oder ganz verschwinden.

Fazit 2: Für die Symptomen der Fibromyalgie-Symptomen können mehrere Hormonachsen verantwortlich sein. Eine davon betrifft den Blutzuckerstoffwechsel. Das Ernährungsprogramm für Fibromyalgie von Dr. Thomas ist NUR hilfreich für Betroffene, die noch KEINE Insulinresistenz entwickelt haben oder am Anfang ihrer Blutzuckerprobleme stehen.

Fazit 3: Rund um den Blutzucker gibt es eine Krankheit: die Hypoglykämie heißt. Sie ist zwar in jedem Lehrbuch vorhanden, wird aber von der Schulmedizin übersehen oder nicht ernst genommen. Ein Großteil der Fibromyalgie Patienten leidet unter Hypoglykämie (Unterzucker) oder deren Vorstufen (Blutzuckerschwankungen) oder einem Diabetes.

Fazit 4: In seinem Buch über die „Guaifenesin-Therapie“, schlägt Amand Betroffenen vor, Guaifenesin und seine Hypoglykämie-Diät zeitgleich durchzuführen, was wissenschaftlich unsauber ist. Wer beide Therapien zusammen macht, weiß am Ende nicht, was ihm wirklich geholfen hat. Ich habe beide Therapien auch getrennt voneinander versucht und es war eindeutig die Diät und nicht das Guaifenesin, das geholfen hat. Das Guaifenesin ist wirkungslos.

Fazit 5: Es gibt mehrere Ursachen für die Symptome der Fibromyalgie!!! Hypoglykämie und alle weiteren Störungen im Blutzuckerstoffwechsel SIND nur EINIGE DER URSACHEN, der Fibromyalgie Symptome, die übersehen werden!!!

Vertiefende Informationen, auch die Diät von Amand: Link: „Hypoglykämie stabilisieren“ finden Sie hier:

https://www.psycho-therapie-fibromyalgie.com/category/hypoglykaemie-blutzuckerschwankungen-diabetes/