Fibromyalgie und reaktive Hypoglykämie

„Fibromyalgie und reaktive Hypoglykämie“
Quelle: http://www.fibromyalgia-symptoms.org/reactive-hypoglycemia-…

Die deutsche Übersetzung ist sehr schlecht, darum hier eine kurze Zusammenfassung des interessanten und wichtigen Artikels für Fibromyalgie-Betroffene:

In diesem Artikel wird festgestellt, dass wissenschaftlich gesichert ist, dass Menschen mit Fibromyalgie auch ein Insulinproblem haben. Und zwar in Form einer Unterzuckerung. Diese entsteht durch erhöhte Aufnahme von einfachen Kohlenhydraten (Zucker, Weißmehl), die den Mangel an Energie ausgleichen sollen. Dies führt aber zu einer entgegengesetzten Reaktion. Der Körper kann das Überangebot an Kohlenhydraten nicht in Energie umwandeln und lagert diese als Fett in den Körper ein. Müdigkeit und Gewichtszunahme sind die Folgen.

Es wird zwischen reaktiver und chronischer Unterzuckerung unterschieden, die in der Medizin übersehen werden. Die reaktive Unterzuckerung beginnt mit einem Überschuss an Insulin auf kohlenhydratreiche Nahrung und tritt 2-3 Stunden nach dem Essen als Unterzucker auf. Dann wird Adrenalin ausgeschüttet, um der drohenden Unterzuckerung entgegenzuwirken. Auf Dauer kann so ein Diabetes Typ II entstehen.

Im Gegensatz zur chronischen Unterzuckerung tritt die reaktive Unterzuckerung durch unregelmäßiges Essen und hohe Kohlenhydratzufuhr auf. Die akuten Symptome verschwinden in kurzer Zeit, sobald Zucker zu sich genommen wird. Reaktive Unterzuckerung verursacht eine große Palette der Fibromyalgie -Symptome.

Verhindern kann man eine reaktive Hypoglykämie durch eine kohlenhydratarme Diät: Proteine, komplexe Kohlenhydrate und gesunde Fette. Der glykämische Index gibt Aufschluss, welche Nahrungsmittel schnell oder langsamer ins Blut gelangen. So können FMS Patienten ihr Gewicht und ihre Symptome unter Kontrolle bekommen.

Kommentar:
Dieser Artikel bestätigt in Kurzform alles was auch ich etwas ausführlicher und in mehreren Artikeln auf dieser Seite beschrieben habe.

Meiner Erfahrung nach ist der Zusammenhang zwischen Blutzuckerschwankungen (hoch wie niedrig) und Fibromyalgie-Symptomen nicht ausreichend bekannt. Einige wissen es und verhalten sich entsprechend, was zu einer gravierenden gesundheitlichen Besserung führt. Viele haben davon gehört, nehmen es aber nicht ernst. Manche ändern ihre Ernährung probeweise, halten nicht durch oder vergessen mit der Zeit, wie wichtig eine kohlenhydratarme Diät bei Fibromyalgie ist. Die wenigsten Ärzte wissen über den Zusammenhang von Blutzucker und Fibromyalgie Symptome Bescheid.

Die Blutzuckerschwankungen sind eine der Funktionsstörungen bei Fibromyalgie, die wir selbst sehr gut beeinflussen können. Es lohnt sich, diese Erkenntnisse ernst zu nehmen und auszuprobieren.
Betroffene, die genau wissen wollen, welche Kohlenhydrate in welcher Menge sie vertragen oder nicht, können dies in einem mehrtägigen Blutzuckerprotokoll sehen.

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