Autoimmune Erkrankungen und Fibromyalgie

Fibromyalgie und autoimmune Erkrankungen gleichen sich in Synmptomen und Verlauf

Bei Autoimmunerkrankungen zerstört das Immunsystem körpereigenes Gewebe, das fälschlicherweise als körperfremd erkannt wird. Durch Antikörperbildung kommt es zu Entzündungen der Organe oder Systeme, z.B. Nervensystem. Welche Organe oder Systeme angegriffen werden, ist von der jeweiligen autoimmunen Erkrankung abhängig.

Allgemeine Symptome sind:

Erschöpfung, Magen- Darmprobleme, Entzündungen, Schwellungen

Erste Krankheitszeichen sind:

Allgemeines Krankheitsgefühl, wie eine Grippe, die nicht kommt, Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Konzentrationsstörungen, Schwindel und spezifische Symptome der Autoimmunerkrankung, die vorliegt.

Auslösende Ursachen sind:

Erbanlagen, Hormonelle Störungen, Infektionen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten- und Allergien Gifte und jede Art von Stress

Allgemeiner Verlauf:

Autoimmunerkrankungen verlaufen meist schleichend, schubartig, begleitet von unspezifischen, individuellen Symptomen, die im Laufe von Jahren chronisch werden. Sie werden in der Regel sehr spät oder zufällig entdeckt.

Die allgemeinen und individuellen Symptome entsprechen denen der Fibromyalgie.

Wie können autoimmune Erkrankungen gefunden werden?

Autoimmunkrankheiten werden spät oder zufällig entdeckt, weil sie die Eigenschaften eines Chamäleons besitzen.

  •  Sie haben häufig einen schleichenden, schubartigen und individuellen Verlauf
  • Die vielfältigen Symptome weisen zunächst auf andere Krankheiten hin
  • Die Basisblutwerte sind in der Regel unauffällig
  • Die Antikörper schwanken und sind nicht immer nachweisbar. Man muss zum richtigen Zeitpunkt bei dem richtigen Arzt sein. Dies geschieht eher zufällig
  • Die Suche nach ihnen ist eine Wissenschaft für sich und kostet sehr viel Zeit

Die Suche nach Autoimmunkrankheiten wird auch durch unser Gesundheitssystem erschwert:

  • Es gibt kaum Fachärzte, die sich allgemein auf Autoimmunkrankheiten spezialisieren. Jeder Facharzt behandelt nur die Autoimmunkrankheiten, die in seinem Fachgebiet auftreten.
  • Bei guten oder grenzwertigen Basiswerten wird nicht weitergesucht, obwohl es dem Patienten sichtlich elend geht. Dies hat einerseits mit den Vorgaben der Krankenversicherungen zu tun. Andererseits kommt es auch auf den behandelnden Arzt an. Wie sehr denkt er mit? Wie gut nutzt er seine Handlungsspielräume?

Autoimmune Krankheiten können schwer diagnostiziert werden, weil es zu wenige aussagekräftige Testverfahren gib. Es gibt hunderte von Autoimmunkrankheiten, von denen man nicht viel weiß, die gerne unterschätzt werden.

Hormonelle Schwankungen, Stoffwechselstörungen und Allergien können mit oder ohne Autoimmunkrankheiten auftreten. Hormonelle Achterbahnfahrten werden weder ernst genommen noch sind sie immer eindeutig messbar. Aber sie sind da und machen das Leben schwer