Hashimoto, eine Autoimmunerkrankung

Hashimoto, eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse

Hashimoto, eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, gleicht in Symptomen und Verlauf exakt der Fibromyalgie. Das fehlgesteuerte Immunsystem zerstört schleichend und in Schüben die Schilddrüse. Das Immunsystem denkt, die Schilddrüse sei ein Fremdkörper, den es zu zerstören gilt.

Die Schilddrüse entzündet sich durch eine Abwehrreaktion des Immunsystems. Da die Schilddrüse keine Nerven hat, entsteht kein Schmerz. Doch alle allgemeinen Symptome einer schweren Infektion treten auf. Es kommt zu Muskel- und Gelenkschmerzen, man fühlt sich fiebrig und grippal, ohne dass Erkältungssymptome oder Fieber auftreten. Antriebslosigkeit und Erschöpfung kommen hinzu. Klingt die Entzündung ab, ist ein Teil des Schilddrüsengewebes abgestorben. Die darin enthaltenen Schilddrüsenhormone geraten unkontrolliert in den Blutkreislauf. Dies führt zu einer kurzfristigen Überfunktion und Hormonschwankungen. Im Laufe der Erkrankung gerät der Betroffene schleichend in eine Unterfunktion, die alle Symptome der Fibromyalgie auf den Plan ruft.

Das Blutbild bleibt bei Hashimoto sehr lange unauffällig, wie bei anderen Autoimmunerkrankungen auch. Ist das Blutbild in Ordnung wird nicht nach einer Schilddrüsenerkrankung gesucht, Die Krankheit entwickelt sich schleichend, manchmal über Jahrzehnte. Antikörper kommen und gehen, bis sie endlich bleiben und nachgewiesen werden können.  Bis dahin durchleidet der Betroffene alle Stadien der Fibromyalgie.

Hat die Unterfunktion eingesetzt, sind die Antikörper nachgewiesen, kann die Schilddrüse hormonell behandelt werden. Viele Symptome verschwinden, aber das fehlgeleitete Immunsystem schlägt aber weiterhin zu. Die verbliebe Schilddrüse entzündet sich in Schüben weiterhin und auch die allgemeinen Symptome einer schweren Infektion treten auf. Das irritiert viele Betroffene.

Die Schulmedizin behandelt die Schilddrüse, aber nicht das Immunsystem. Das Immunsystem ist überaktiv und kann mit alternativen Therapien beruhigt werden. Durch Einnahme von Selen und Zink verringern sich die Antikörper, die für die Entzündungsschübe verantwortlich sind. Gelingt es die Antikörper zu reduzieren, reduzieren sich die Schübe. Eine Entzündung hemmende Ernährung verhindert entzündliche Prozesse, die im ganzen Körper auftreten können. Eine Gluten freie Ernährung ist bei allen Autoimmunerkrankungen zu empfehlen. Insbesondere bei Hashimoto, da Gluten eine ähnliche Oberflächenstruktur wie Gluten hat. Dringt Gluten in den Blutkreislauf, entstehen Schübe.

Wie Hashimoto kann jede Autoimmunerkrankung die Symptome der Fibromyalgie produzieren wie das Sjögren-Syndrom, Lupus, die rheumatoide Arthritis, Endometriose und, und, und …

Hashimoto gilt als gut behandelbar

Folge 5: Die richtige Behandlung von Hashimoto

Hashimoto gilt als gut behandelbar, was nur stimmt, wenn die Erkrankung früh erkannt wird und Folgeerkrankungen noch nicht entstanden sind. Folgeerkrankungen sind Unterzuckerungen, Blutzuckerschwankungen zwischen zu hoch und zu tief und Diabetes II. Einengungen von Sehnen und Bändern: Karpaltunnelsyndrom, Tennisarm, Golfarm, Schultersyndrom und Probleme mit HWS und LWS. Diese Folgeerscheinungen gelten auch für chronische Unstimmigkeiten im Blutzucker.

Hashimoto hat unterschiedliche Verläufe. Ein schneller, gradliniger Verlauf führt früh in die Unterfunktion und kann daher zeitnah, innerhalb von 7-15 Jahren erkannt werden. Es gibt aber auch sehr langsame Verläufe, in denen der Betroffene zwischen Überfunktion, Unterfunktion und Normalfunktion hin und her springt. Hier kann es bis zu 45 und mehr Jahren dauern, bis die Erkrankung festgestellt wird. Innerhalb dieser Zeit haben sich einige Folgeerkrankungen entwickelt, was eine gute und schnelle Behandlung erschwert.

Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, welche schleichend die Schilddrüse zerstört, was zu hormonellen Problemen führt. Krank ist das Immunsystem, die hormonelle Problematik der Schilddrüse ist eine erste Folge des entgleisten Immunsystems. Unsere Schulmedizin behandelt nur die fehlenden Hormone der immer weiter schrumpfenden Schilddrüse. Das Immunsystem, die eigentliche Ursache, wird nicht behandelt und zerstört mit Entzündungsschüben weiterhin die Schilddrüse. Eine stetige Erhöhung der Schilddrüsenhormone ist notwendig, bis die Schilddrüse ihre Arbeit aufgegeben hat.

Meinen Hashimoto habe ich nach 45 Jahren selbst entdeck und ich gehörte zu der Gruppe Patienten, die trotz Schilddrüsenhormone unter vielen Symptomen weiter litt, die sich kein Arzt erklären konnte. Also machte ich mich wieder auf die Suche nach den Ursachen und zwar bei Hashimoto-Betroffenen, die über diese Problematik publiziert haben. Dort erfuhr ich folgendes:

Mit Schilddrüsenhormonen kann, je nach Dosierung, jeder TSH-Wert eingestellt werden, den der Arzt für richtig hält. Dieser orientiert sich an den Normwerten, die heute zwischen 0,3-3 liegen, manchmal auch noch zwischen 0,3-4. Meine Ärztin wollte mich auf TSH 3 einstellen, da ich sehr untergewichtig war, mich aber wieder in eine Unterfunktion gestürzt hätte.  Die funktionelle Medizin aus Amerika hat erforscht, dass jeder Mensch auch im TSH-Wert einen eigenen Wohlfühlwert hat, der von vielen Faktoren abhängt. Diese sind die täglichen Belastungen, vorhandene Knoten, Stress etc. Als ich von Nachtarbeit auf Tagesarbeit umstellte, musste ich auch die Schilddrüsenhormone um 25 mcg senken, da meine tägliche Belastung dauerhaft reduziert wurde. Lt. der Funktionellen Medizin liegt der TSH-Normwert in der Regel zwischen 1-2, was ich auch bestätigen kann.

Der erste Grund, warum es mir trotz Hormonbehandlung sehr schlecht ging, war die Anfangsdosis von 50 mcg L-Thyroxin. Wer lange in der Unterfunktion war, muss die Hormone langsam steigern, sonst kommt der Körper in eine Überfunktion, obwohl der Blutwert im grünen Bereich ist.

Der zweite Grund war, dass mein tatsächlicher Bedarf (Wohlfühlwert) noch unbekannt war. Daher stellte ich meinen TSH zunächst mit 75 mcg auf 1 ein und meine Symptome verschwanden im Laufe von zwei Jahren vollkommen. Diese Dosis hielt ich, bis nach zwei Jahren wieder leichte Unterfunktionssymptome auftraten. Mein TSH war 1,8, ein guter Wert, aber nicht für mich. Vermutlich, weil ich einen großen Knoten habe, der auch Schilddrüsenhormone verbraucht, um verkleinert zu werden, die mir aber fehlten. Ich erhöhte um ¼ einer 25 mcg Tablette, die Symptome verschwanden, mein TSH rutschte kurzfristig auf 0,3, verursachte aber keine Überfunktionssymptome. Jetzt weiß ich, mein jetziger symptomfreier Wohlfühlwert liegt zwischen 0,3 und 1,8. Dieser kann sich aber jederzeit etwas verschieben, wenn der Knoten aufgelöst ist, oder wenn sich meine tägliche Belastung verändert.

Ich orientiere mich also nach einigen Erfahrungswerten an den Symptomen und den TSH Normwerten zwischen 1-2, die nur leicht unter oder überschritten werden sollten, was ich von den Symptomen abhängig mache. Innerhalb von wenigen Wochen pendelt sich mein TSH-Wert von selbst wieder von 0,3 wieder auf 1 oder etwas höher ein.

Der dritte Grund war eine Fehleinschätzung. Ich hatte die liberale Diät von Dr. Amand aufgegeben, weil ich dachte, das Zuckerproblem würde sich durch eine gute Einstellung der Schilddrüse auflösen, da es ja eine Folge der Hormonstörung war. Das war ein Fehler und sämtliche Zuckersymptome kehrten zurück. Schlimmer noch, meine Blutzuckerschwankungen hatten sich zu einem Diabetes entwickelt, den ich seit 7 Jahren mit der strengen Diät von Dr. Amand in Schach halten kann. Aber ich bin symptomfrei.

Merke:

  • Hashimoto gilt als gut behandelbar, aber in vielen Fällen gelingt es nicht. Ein spät erkannter Hashimoto zieht Folgeerkrankungen nach sich, z. B. Blutzuckerstörungen oder Diabetes. Diese sind eigenständige Erkrankungen, die unabhängig von Hashimoto behandelt werden müssen.
  • Das Immunsystem wird bei Hashimoto nicht behandelt, das aber auch für einige Symptome verantwortlich ist. Auf die Behandlung des Immunsystems gehe ich in meinen folgenden Artikeln detailliert ein.
  • Die schulmedizinischen TSH-Normwerte von o,3-3 oder 4 sind in den oberen Werten falsch. In der Regel liegt der TSH-Wohlfühlwert zwischen 1-2. Ab TSH 2,5 ist eine latente Unterfunktion möglich, was von den Ärzten nicht beachtet wird.
  • Schilddrüsenhormone sollten langsam eingeschlichen werden, da eine zu hohe Dosis Überfunktionssymptome auslösen kann, während das Blutbild im Normalbereich ist. Die Orientierung nach den Symptomen ist wirkungsvoller, als die Orientierung an den falschen TSH Normwerten. Diese liegen zwischen 1-2, was die richtige Orientierungshilfe ist.
  • Die benötigte Hormondosis kann sich durch Veränderungen im Körper oder in den Lebensumständen verändern. Hashimoto Betroffene sollten bei einer Hormonbehandlung immer mitdenken und ihre individuelle Situation einbeziehen.

Weitere Informationen: https://www.psycho-therapie-fibromyalgie.com/category/hashimoto-und-andere-unterfunktionen-der-schilddruese/

Schilddrüsenunterfunktionen

Folge 4: Schilddrüsenunterfunktionen

Fibromyalgie und Schilddrüsenunterfunktionen sind Erkrankungen, die sehr oft miteinander verwechselt werden. D.h., genau betrachtet werden Schilddrüsenunterfunktionen mit der Fibromyalgie verwechselt und nicht umgekehrt. Doch nun geht es weiter mit meiner Forschungsgeschichte:

Nachdem mein Blutzuckerspiegel dauerhaft wieder stabil war, ging es mir einerseits sehr viel besser. Die Kraftlosigkeit hatte sich etwas gebessert, mein Antrieb war wieder spürbar. Die Muskelschmerzen- und Verspannungen waren nur noch im Schulterbereich zu merken. Der Fibro-Nebel: Konzentrations- Orient,ierungs- und Merkfähigkeitsstörungen, Schwindel, Migräne und vieles mehr waren verschwunden. Auch meine Polyneuropathie: Hexenschuss, Ischias, Arme und Schultern verbesserten sich ca. um 50% und wurden nicht mehr akut.

Andererseits wurden die verbliebenen Symptome weiterhin schlechter: Mangelnde Belastbarkeit, unzureichende Stresstoleranz, Haarausfall an Kopf und Körper, auch die Augenbrauen verabschiedeten sich. Muskel-und Gelenkschmerzen, Tremor in den Händen, Armen, Füßen und Beinen. Muskelkrämpfe in Waden, Fußzehen und Brustmuskeln. Mitte 40 litt ich unter der „Schaufensterkrankheit“, die nur alte Menschen befällt. Meine Beine fühlten sich nach einer kurzen Wegstrecke wie Fleischklumpen an, die nicht zu mir gehörten. Aufgedunsen, doppelt so dick, als würden sie gleich platzen. Bei weiterer Belastung wurde es so schmerzhaft, dass ich immer wieder stehen bleiben und mich ausruhen musste. Das Einzige, das half, war die Beine hochlegen zu können, was nicht in jeder Situation ging. Zeitweise brannte meine Haut wie Feuer und Berührungen waren kaum erträglich. Außerdem litt ich an ständig wiederkehrenden blutigen Blasen- und Nierenbeckenentzündungen, die auf keine Antibiotika reagierten. Meine Augen schwollen täglich zu und eine bleierne Müdigkeit trieb mich von einer Erschöpfung in die Andere. Eine richtige Erholung war nicht mehr möglich.

Hier ist noch eine andere Krankheit im Spiel, dachte ich. Noch durfte ich mich nicht zurücklehnen und ausruhen, ich musste weiter forschen. Vier hormonelle Vorgänge standen noch zur Option: Schilddrüse, Sexualhormone, Gehirnstoffwechsel und die Nebennieren bzw. die Hypothalamus-Hypophyse-Nebennieren-Achse (HHNA), die für die Stressantwort verantwortlich ist.

Ich entschied mich für die Schilddrüse, weil die verbliebenen Symptome und meine Familiengeschichte auf sie hindeuteten:

  1. Meine Mutter hat Morbus Basedow, eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung
  2. Ich hatte in jungen Jahren einen Knoten in der Schilddrüse, der mit L-Thyroxin behandelt wurde.
  3. Alle Symptome, die nach der Einstellung des Blutzuckers übrig waren, deuteten auf Hashimoto.
  4. Ich hatte eine Störung im Blutzucker, ohne der Risikogruppe anzugehören. Sie Schilddrüse ist an der Regulierung des Blutzuckers entscheidend beteiligt und umgekehrt.

Mein Orthopäde, dem eine Schwellung an der rechten Seite meines Halses aufgefallen war, bestand darauf, ein Blutbild zu machen. Ich erhielt das beste Blutbild meines Lebens, selbst der TSH von 4,18 ml/U/l lag unterhalb der damaligen Grenznorm von 5,50 ml/U/l. Heute weiß man, dass die Grenzwerte des TSH viel zu hochgesteckt waren. Ab 2,5 ml/U/l kann eine latente Unterfunktion vorliegen. Dennoch gehen immer noch viele Ärzte von 3 ml/U/l als oberen Grenzwert aus, der für viele Patienten schon zu hoch ist. Mein Arzt ließ sich erweichen, nachdem ich ihn bildlich auf Knien anflehte, die Antikörper auf Hashimoto zu testen. Das Ergebnis war positiv, ich hatte keine Fibromyalgie, sondern Hashimoto! Die Ursache meiner Symptome war gefunden.

In der Nuklearmedizin stellte man 14 Tage später fest, dass ich linksseitig nur noch ¼ Schilddrüsengewebe besaß, der rechte Schilddrüsenlappen war vollständig weg und wurde von einem gleichgroßen Knoten ersetzt, der sich mit Wasser gefüllt hatte. Das Szintigramm ergab 40 % Schilddrüsentätigkeit, obwohl der TSH mit 1,8 ml/U/l und auch die Schilddrüsenhormone normale Werte aufwiesen. Ich bekam 50 mcg L-Thyroxin und glaubte gerettet zu sein. Stattdessen begann eine lange Leidenszeit, denn Hashimoto ist auch eine Krankheit, die von Ärzten nicht ernst genommen und so gut wie gar nicht begleitet wird. Nicht selten kommt es vor, dass ein Patient mit seiner 50 mcg Dosis L-Thyroxin heimgeschickt und erst ein Jahr später zur Kontrolle einbestellt wird. Angeblich sollen sich die Symptome von Hashimoto mit der Hormonbehandlung vollständig zurückbilden und die Arbeitsfähigkeit schnell wiederhergestellt sein. Aber zu dieser Kategorie gehörte ich leider zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Merke:

  1. Hinter den Fibromyalgie-Symptomen stecken in der Regel zwei bis mehr Erkrankungen aus dem hormonellen, neurologischen und immunologischen Bereich. Hashimoto und Blutzuckerstörungen sind zwei von vielen möglichen Kombinationen.
  2. Hinweise geben die Familiengeschichte und eigene Vorerkrankungen. Die Anlage, eine Autoimmunerkrankung zu entwickeln ist erblich, aber welche Autoimmunerkrankung sich entwickelt, ist unterschiedlich.
  3. Hashimoto ist nicht im Blut erkennbar, obwohl die Schilddrüsentätigkeit schon stark reduziert ist. Eine Untersuchung in der Nuklearmedizin ist daher unerlässlich. Aber auch dort wird Hashimoto nicht gleich nach der ersten Untersuchung gefunden. Hashimoto kann niemals ausgeschlossen und nur durch Antikörper bestätigt werden. Diese sind häufig nicht oder erst Jahrzehnte nach Ausbruch der Erkrankung vorhanden.
  4. Die Normwerte für den TSH sind oft falsch, denn je nach Labor wird nach unterschiedlichen Normwerten gearbeitet. Ab 2,5 ml/U/l kann eine latente Unterfunktion vorliegen, was niemals beachtet wird.
  5. Hashimoto gehört zu den Stiefkindern der Medizin und wird nicht ausreichend medizinisch überwacht und begleitet. Auch bei der Stellung eines Rentenantrags oder einer Schwerbehinderung wird Hashimoto nicht berücksichtigt. Ein schlecht eingestellter Hashimoto kann weiterhin für schwerwiegende Symptome sorgen, die zu der Doppeldiagnose Hashimoto-Fibromyalgie führen. Dass alle Formen der Schilddrüsenunterfunktion bei Fibromyalgie zu den Ausschluss Kriterien gehören, scheint kein Arzt mehr zu wissen.

https://www.psycho-therapie-fibromyalgie.com/category/hashimoto-und-andere-unterfunktionen-der-schilddruese/

 

 

„Hallo, mein Name ist Hashimoto“

„Hallo, mein Name ist Hashimoto“

Hallo, mein Name ist Hashimoto“ ist das Werk einer unbekannten Autorin und beschreibt eindrücklich das Leben und Leiden mit der Autoimmunerkrankung Hashimoto.

Ich bin eine unsichtbare Autoimmunerkrankung, die Deine Schilddrüse angreift und eine Unterfunktion hervorruft.
Ich bin nun Teil Deines Lebens. Wenn Du eine Unterfunktion hast, bin ich vielleicht die Ursache .
Ich bin auf Platz 1 der Gründe dafür ! Ich bin so heimtückisch, ich zeige mich nicht immer in Deinen Blutwerten.
Die Menschen um Dich herum können mich nicht sehen oder hören, aber DEIN Körper kann mich fühlen.
Ich kann Dich überall angreifen und zwar so wie es mir gerade gefällt.

Ich kann Schmerzen hervorrufen und wenn ich gerade gut gelaunt bin sorge ich dafür, dass Dir alles weh tut.
Erinnerst Du Dich noch daran als Du voller Energie durchs Leben gegangen bist und Spaß hattest???
Tja, diese Energie habe ich Dir genommen und Dir dafür Erschöpfung gegeben.

So, jetzt versuch mal Spaß zu haben!!!
Ich raube Dir den Schlaf und gebe Dir dafür ein vernebeltes Gehirn und Konzentrationsmangel.
Ich kann dafür sorgen, dass Du 7 Tage die Woche 24 Stunden lang schlafen möchtest, oder ich verursache Schlaflosigkeit.
Ich lass Dich innerlich zittern, sorge dafür dass es Dir zu kalt oder zu heiß ist, wenn alle anderen das nicht fühlen.
Ich lasse Deine Hände und Füße anschwellen, Dein Gesicht, Deine Augenlieder, einfach alles.

Ich löse Angstzustände und Depressionen aus oder andere mentale Probleme.
Ich lasse Dein Haar ausfallen, lasse es trocken und brüchig werden, verursache Akne,
trockene Haut, für mich gibt es gibt kein Limit.
Wegen mir nimmst Du zu, egal was Du isst oder wie oft Du trainierst. Dank mir wird das Gewicht bleiben.

Du gehst zum Arzt, um mich los zu werden??????? Dass ich nicht lache. Versuch es.
Du wirst zu vielen, vielen Ärzten gehen müssen, bis Du überhaupt einen findest,
der MICH findet ……..und der sich mit MIR auskennt.

Man wird Dir die falschen Medikamente verschreiben, Schmerzmittel, Schlafmittel, Aufputschmittel.
Wenn Du ihnen sagst, dass Du Ängste und Depressionen hast, bekommst Du Antidepressiva.
Es gibt so viele Wege für mich, damit Du Dich krank und elend fühlst.

Die Liste ist unendlich, dieser hohe Cholesterinspiegel, das Gallenblasenproblem, der Bluthochdruck, die Muskel und Gelenkschmerzen, die Augenprobleme, der Blutzuckerspiegel, Herzprobleme, Herzstolpern.
Das bin wahrscheinlich ich.
Atemnot oder Atemhunger? Ja, wahrscheinlich auch ich.
Leberenzyme zu hoch? Ja, wahrscheinlich auch ich.
Zahn- und Zahnfleischprobleme? Ich sagte Dir, die Liste ist endlos.

Man wird Dir sagen, Du sollst positiv denken, Du wirst beim Blutabnehmen gepiekst und gestochen aber VOR ALLEM, wirst Du NICHT ernst genommen, wenn Du versuchst einer Unzahl von Ärzten zu erzählen, wie schwächend ICH bin und wie ausgebrannt Du Dich fühlst
.
Wahrscheinlich wirst Du von diesen (ahnungslosen) Ärzten wieder und wieder hören, Du solltest einen Psychiater konsultieren.
Deine Familie, Freunde und Arbeitskollegen werden Dir zuhören, bis sie nicht mehr hören können, was ich bei Dir anrichte und wie sehr ich Dich schwäche. Einige werden sagen, Du hast nur einen schlechten Tag.
Sie sagen Dinge wie, wenn Du nur aufstehst, Dich bewegst, raus gehst und etwas unternimmst, wird es Dir besser gehen.
Sie werden nicht verstehen, dass ICH Dir den Motor nehme,
der Deinen Körper antreibt und dafür sorgt, dass Du genau das NICHT kannst.

Sie werden nicht verstehen, dass diese Krankheit Deinen Körper vom Scheitel bis zur Sohle beeinträchtigt und dass jede Deiner Zellen und Dein Körper und jedes Deiner Organe die richtige Dosis, viel ZEIT und das richtige Medikament brauchen.
Aber auch dann werde ich bleiben!!! Nur andere Menschen, die mich in sich tragen, werden mit dir mitfühlen und dich unterstützen. Sie sind die einzigen, die Dich wirklich verstehen können.
Mein Name ist Hashimoto Thyreoidits.“

 

Fibromyalgie und Blutbild

Warum zeigt sich Fibromyalgie nicht im Blutbild?

Warum zeigt sich Fibromyalgie nicht im Blutbild? Fibromyalgie-Patienten erleben es immer wieder. Völlig am Ende schleppen sie sich sichtlich erschöpft, unter starken Schmerzen zum Arzt. Dieser macht ein Blutbild und sagt: „Sie sind kerngesund. Auf Wiedersehen!“

Der Arzt glaubt dem Blutbild mehr, als dem, was er sieht und was der Patient sagt. Eigentlich müsste er das Blutbild in Frage stellen. Auf hormonelle Störungen gibt das allgemeine Blutbild erst sehr spät Antworten wie bei Hashimoto. Manchmal gib es kleine Hinweise, wenn Grenzwerte sichtbar sind.

Das liegt daran, dass der Körper bemüht ist, das hormonelle Gleichgewicht zu erhalten. Auch auf Kosten von anderen wichtigen Funktionen, die geopfert werden.

Eine autoimmune Schilddrüsenunterfunktion z.B. zeigt sich nicht zwingend im Blutbild, auch dann nicht, wenn schon große Teile der Schilddrüse zerstört sind. Der gesunde Teil versucht unter irrsinnigen Anstrengungen die ganze Arbeit zu übernehmen. Das ist aber nur ein Teil der Antwort, denn faktisch sind ab einem bestimmten Zeitpunkt viel zu wenige Hormone vorhanden, die auch dann nicht im Blutbild angezeigt werden.             Das Blutbild ist perfekt, aber der Betroffene leidet Höllenqualen.

Genauso verhält es sich mit dem Blutzucker. Die Kohlenhydrate beeinflussen den Zuckerspiegel direkt. Wird der Nüchtern- Zucker gemessen, sind die Kohlenhydrate lange abgebaut. Allenfalls liegt ein Unterzucker vor, der ignoriert wird.

Die täglichen Zuckerschwankungen zwischen sehr hoch und sehr niedrig werden nicht erfasst. Auch der Langzeitwert des Durchschnittzuckers bleibt im Normalbereich. Ständiges zu hoch und zu niedrig ergibt einen schnuckeligen Durchschnittswert, weil es zum Ausgleich kommt.
Nicht erkannte Blutzuckerschwankungen erzeugen heftigere Symptome, als bei Diabetes, der konstant hohe Zuckerwerte aufweist.

Störungen im Serotoninstoffwechsel und der Stresshormone zeigen sich auch nicht im allgemeinen Blutbild. Tiefergehende Blutuntersuchungen sind hier notwendig, die nicht gemacht werden, wenn das allgemeine Blutbild in Ordnung ist. Besonders bei Fibromyalgie! Gerade hier zeigen sich Auffälligkeiten erst bei tiefergehenden Untersuchungen.