Wenn Du Fibromyalgie hast, bist Du ernsthaft krank! Nur Du kannst Dir helfen

Jeder Fibromyalgie Ratgeber betont, wie wichtig Selbstverantwortung und Eigeninitiative der Betroffenen für eine Verbesserung der Erkrankung sind. Jeder Betroffene kommt irgendwann zu dem Schluss, dass er sich nur selber helfen kann. Aber wie soll das gehen?

Da Fibromyalgie schleichend, in Schüben und mehreren Phasen verläuft, ist es zunächst einmal wichtig, zu verstehen, dass Du wirklich krank bist. Zu Beginn der Erkrankung ist das nicht leicht. Schubfreie Zeiten, in denen es besser geht, nähren die Hoffnung eigentlich nicht wirklich krank zu sein. Dann folgen Zeiten schmerzhafter Schübe mit vielfältigen Symptomen. Du fühlst Dich elend und sterbenskrank. Auf der Suche nach Hilfe triffst Du auf Unverständnis oder hilflose Ärzte. Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung machen sich breit. Bis es wieder von selbst besser wird, und Du hoffst … dieser Teufelskreis kann Jahre dauern.

Diese unterschiedlichen gesundheitlichen Zustände und Gefühle verunsichern und zerreißen die Betroffenen. Du kannst zeitweise nicht einschätzen, ob Du wirklich und wenn wie schwer erkrank Du bist oder nicht. Entsprechend verhälst Du Dich auch. Die Krankheit wird zeitweise geleugnet, Du versuchst Deinen Verpflichtungen nachzukommen wie ein Gesunder. Betroffene weigern sich oft Medikamente zu nehmen, bis es nicht mehr geht. Und wenn es nicht mehr geht, muss Du nicht selten um Krankschreibungen und später um Erwerbsminderung, Schwerbehinderung und Frührente kämpfen.

Je früher Du gegen jede Widrigkeit erkennst, dass Fibromyalgie eine ernsthafte körperliche Erkrankung ist, desto selbstverantwortlicher kann Du ihr begegnen. Nur wenn Du in Kopf und Bauch verstanden hast, dass Du körperlich krank bist, kannst Du Dich  entsprechend verhalten. Erst wenn die eigene Schonung dem Leistungsprinzip weicht, wenn notwendige Medikamente akzeptiert werden, wenn der Erkrankung entsprechende Verhaltensveränderungen umgesetzt sind, kann von Eigeninitiative und Selbstverantwortung die Rede sein.

Zur Eigeninitiative gehört auch nach neuen Erkenntnissen und Therapien zu suchen, sich selbst nicht aufgeben und ausprobieren was hilfreich erscheint.

Die Forschung steht nicht still, auch wenn es manchmal so scheint!