Fibromyalgie: Stress, Darm und Autoimmunerkrankungen

In den letzten Beiträgen habe ich dargestellt, wie krankheitsbedingter und emotionaler Stress Hormone und Stoffwechsel durcheinander wirbeln können. Und wie sich die Symptome der Fibromyalgie nach einander entwickeln. Jede weitere Störung produziert neue Symptome! Nebenniere, Schilddrüse, Blutzucker sind am häufigsten betroffen.

Stress schädigt auch den Darm und das Immunstem!

70% des Immunsystems befindet sich im Darm. Zu den frühen Fibromyalgie Beschwerden gehören Magen- und Darmprobleme. Durch Antibiotika, Magensäurebocker, Diclofenac, Dauerstress, falsche Ernährung, Infektionen usw. kommt zunächst das Gleichgewicht der Darmflora aus dem Takt.

Schädliche Darmbakterien überwuchern die nützlichen Darmbakterien. Das Immunsystem wird irritiert und es kommt zu entzündlichen Reaktionen der Darmschleimhaut. Wird dies ein Dauerzustand, kommt es zu einer Dauerüberregung der Darmnerven. Schließlich folgt eine Schädigung der Darmschleimhaut im Dünndarm.

Das Leaky-Gut-Syndrom entsteht.
Die Darmschleimhaut bekommt Löcher. Jetzt können Bakterien, Viren, Gifte, Fettsäuren, Nahrungsmittelpartikel ungehindert in die Blutbahn kommen und im ganzen Körper Entzündungsreaktionen hervorrufen.

Den bekannten Magen-Darm-Beschwerden folgen weitere Symptome, die nicht mit dem Darm in Verbindung gebracht werden. Allergien, Migräne, Kreislauf, Rheuma und weitere Autoimmunerkrankungen sind die Folgen.

2008 konnte Sprotter in einer Studie nachweisen, dass FMS-Betroffene gehäuft eine Barriere Störung der Dünndarmschleimhaut aufweisen. Bei Autoimmunkrankheiten geht man von nahezu 100% aus.