Autoimmune Erkrankungen und Fibromyalgie

Fibromyalgie und autoimmune Erkrankungen gleichen sich in Synmptomen und Verlauf

Bei Autoimmunerkrankungen zerstört das Immunsystem körpereigenes Gewebe, das fälschlicherweise als körperfremd erkannt wird. Durch Antikörperbildung kommt es zu Entzündungen der Organe oder Systeme, z.B. Nervensystem. Welche Organe oder Systeme angegriffen werden, ist von der jeweiligen autoimmunen Erkrankung abhängig.

Allgemeine Symptome sind:

Erschöpfung, Magen- Darmprobleme, Entzündungen, Schwellungen

Erste Krankheitszeichen sind:

Allgemeines Krankheitsgefühl, wie eine Grippe, die nicht kommt, Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Konzentrationsstörungen, Schwindel und spezifische Symptome der Autoimmunerkrankung, die vorliegt.

Auslösende Ursachen sind:

Erbanlagen, Hormonelle Störungen, Infektionen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten- und Allergien Gifte und jede Art von Stress

Allgemeiner Verlauf:

Autoimmunerkrankungen verlaufen meist schleichend, schubartig, begleitet von unspezifischen, individuellen Symptomen, die im Laufe von Jahren chronisch werden. Sie werden in der Regel sehr spät oder zufällig entdeckt.

Die allgemeinen und individuellen Symptome entsprechen denen der Fibromyalgie.

Wie können autoimmune Erkrankungen gefunden werden?

Autoimmunkrankheiten werden spät oder zufällig entdeckt, weil sie die Eigenschaften eines Chamäleons besitzen.

  •  Sie haben häufig einen schleichenden, schubartigen und individuellen Verlauf
  • Die vielfältigen Symptome weisen zunächst auf andere Krankheiten hin
  • Die Basisblutwerte sind in der Regel unauffällig
  • Die Antikörper schwanken und sind nicht immer nachweisbar. Man muss zum richtigen Zeitpunkt bei dem richtigen Arzt sein. Dies geschieht eher zufällig
  • Die Suche nach ihnen ist eine Wissenschaft für sich und kostet sehr viel Zeit

Die Suche nach Autoimmunkrankheiten wird auch durch unser Gesundheitssystem erschwert:

  • Es gibt kaum Fachärzte, die sich allgemein auf Autoimmunkrankheiten spezialisieren. Jeder Facharzt behandelt nur die Autoimmunkrankheiten, die in seinem Fachgebiet auftreten.
  • Bei guten oder grenzwertigen Basiswerten wird nicht weitergesucht, obwohl es dem Patienten sichtlich elend geht. Dies hat einerseits mit den Vorgaben der Krankenversicherungen zu tun. Andererseits kommt es auch auf den behandelnden Arzt an. Wie sehr denkt er mit? Wie gut nutzt er seine Handlungsspielräume?

Autoimmune Krankheiten können schwer diagnostiziert werden, weil es zu wenige aussagekräftige Testverfahren gib. Es gibt hunderte von Autoimmunkrankheiten, von denen man nicht viel weiß, die gerne unterschätzt werden.

Hormonelle Schwankungen, Stoffwechselstörungen und Allergien können mit oder ohne Autoimmunkrankheiten auftreten. Hormonelle Achterbahnfahrten werden weder ernst genommen noch sind sie immer eindeutig messbar. Aber sie sind da und machen das Leben schwer

 

 

HYPOGLYKÄMIE UND FIBROMYALGIE

Exkurs zu Folge 3

DIE ROLLE DER UNTERZUCKERUNG, BLUTZUCKERSCHWANKUNGEN UND DIABETES BEI FIBROMYALGIE

DIAGNOSE HYPOGLYKÄMIE

Bitte stellen Sie sich die Diagnose Fibromyalgie als einen großen Suppentopf vor, indem mehr als 130 Symptome umherschwimmen, die der Fibromyalgie zurechnet werden. Amand hat festgestellt, dass viele dieser Symptome (ca. 30), der Hypoglykämie, der Insulinresistenz und dem Diabetes zugeordnet werden können, die mit einer kohlenhydratarmen Diät verschwinden. Das heißt auch, dass etliche Symptome aus dem Suppentopf der Fibromyalgie verschwinden. Sie gehören nicht zur „Fibromyalgie“, sondern zu Erkrankungen des Blutzuckerstoffwechsels, die gut behandelbar sind.

Die Diagnose Hypoglykämie wird gestellt, wenn der Blutzucker während eines fünfstündigen Blutzuckerbelastungstest unter 50 mg/Deziliter fällt. Die Hypoglykämie zeigt sich, sofern sie da ist, in der vierten Stunde, mit einem krassen Blutzuckerabfall unter 50 mg/Deziliter. Der Normwert des Blutzuckers liegt zwischen 70-100 mg/Deziliter. So die Lehrmeinung.

In der Praxis beobachtete Dr. Amand, dass die meisten Fibromyalgie-Betroffenen über die Symptome der Hypoglykämie klagten, aber im Belastungstest noch einen Blutzucker zwischen 60-70 mg/Deziliter hatten. 58 mg/Deziliter war der niedrigste Wert, den Amand messen konnte, denn unser Körper hat ein Notfallaggregat. Sinkt der Blutzucker zu schnell und stark ab, wird der Körper mit Adrenalin überflutet, das den Blutzuckerspiegel sekundenschnell hebt, was aber mit heftigen Symptomen wie Zittern, Angst oder Panik einhergeht.

Dieser Adrenalinschub stimmt aber nicht mit einem bestimmten Blutzuckerwert überein, sondern kommt bei jeder Person zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt. Amand folgerte daraus, dass jeder Mensch seinen eigenen Wohlfühl-Blutzuckerwert hat, der nicht unterschritten werden darf, da sonst die Symptome der akuten Hypoglykämie auftreten. Seitdem orientiert sich Amand nicht mehr nach den Zuckerwerten, sondern nach den Symptomen.

An mir hätte Dr. Amand seine helle Freude gehabt, denn nach der vierten Stunde meines Belastungstests war mein Blutzucker 44 mg/Deziliter. Zehn Minuten später kämpfte ich gegen eine Ohnmacht an, die nur mit einem Glas Fruchtsaft verhindert werden konnte. Die erschrockenen Laborantinnen hatten so etwas nach 33 Jahren Berufspraxis noch nicht erlebt, aber die DKD Wiesbaden bescheinigte mir einen intakten, unauffälligen Blutzuckerstoffwechsel. „Das passiert fast jedem“, wurde mir beruhigend erklärt. Eine glatte Lüge, wie Amands Erkenntnisse und die Reaktion der Laborantinnen belegen. Ohne die Diät von Amand, wäre ich auf ca. 30 meiner Symptome sitzen geblieben. Die Hypoglykämie nach Lehrbuch kann nur sehr selten nachgewiesen werden, ist in den Köpfen der Ärzte nicht präsent, wird verharmlost, ignoriert oder weggelogen, wie bei mir.

Amands Diät ist nicht dauerhaft gedacht. Sie ist geeignet die Symptome der Hypoglykämie, der Insulinresistenz und bei Diabetes (nur unter ärztlicher Aufsicht) schnell verschwinden zu lassen und bei Bedarf an Gewicht zu verlieren. Vorausgesetzt, man mogelt nicht. Nach 2-3 Monaten können langsam wieder Kohlenhydrate zugeführt werden. Auf Zucker und Weißmehl muss dauerhaft verzichtet werden. Wieviel und welche Kohlenhydrate man essen kann, macht Amand an wiederkehrenden Symptomen fest. Die Orientierung an wiederkehrenden Symptomen war mir zu ungenau und ich begann, mit gutem Erfolg, im Blutzucker auszumessen, wieviel Kohlenhydrate und welche ich vertrage.

Fazit 1: Fast alle Fibromyalgie-Betroffene zwischen 40 plus/minus fünf Jahre haben Störungen im Blutzuckerstoffwechsel. Es kann auch in jüngeren Jahren vorkommen, aber seltener. Hypoglykämie, Dysglykämie (Blutzuckerschwankungen hoch und tief) und Hyperglykämie(Insulinresistenz) sind Störungen des Blutzuckerstoffwechsels, die von der Schulmedizin übersehen werden, aber für heftige Fibromyalgie-Symptome sorgen. Bitte nehmt diese Blutzuckerstörungen ernst, denn kein Arzt wird sich darum kümmern. Diese Erkenntnis von Dr. Amand ist eine Atombombe und ich hoffe sehr, ihr hört den Knall. Jüngere Betroffene können mit Verzicht auf Weißmehl und Zucker, diese Entwicklung aufhalten. Hypoglykämie-Dysklyämie-Insulinresistenz-Diabetes, so ist der Verlauf.

Fazit 2: Die Hypoglykämie-Symptome beginnen bei den meisten Betroffenen schon um 70-60 + mg/Deziliter und nicht, bei 50 mg/Deziliter, wie es im Lehrbuch steht. Jeder Mensch hat seine eigene Blutzuckerwertspanne, in der er sich wohlfühlt. Wird diese unter- oder überschritten, bzw. durch Blutzuckerschwankungen einer Achterbahnfahrt ausgesetzt, treten Symptome der Fibromyalgie auf.

Fazit 3: Rasche Hilfe verspricht die Diät, in der nicht gemogelt werden darf, von Dr. Amand über 2-5 Monate, ja nach Länge der Krankheitsdauer. Danach können je nach Verträglichkeit, Kohlenhydrate langsam wieder zugeführt werden. Die Verträglichkeit der Kohlenhydrate sollte nicht nach den wiederkehrenden Symptomen, sondern genauer im Blutzucker gemessen werden. Ihr braucht dafür ein Blutzuckergerät, Lanzetten und Teststreifen. Wie das geht, findet ihr in meinem Blog. Die angegebenen Werte sind Richtlinien nach der Funktionellen Medizin, die das Problem mit den falschen Normwerten auch herausgefunden hat.

http://www.psycho-therapie-fibromyalgie.com/kohlenhydratvertraeglichkeit-testen/

Die Unverträglichkeit von Kohlenhydraten testen

Die Vertäglichkeit von Kohlenhydraten nach der Diät von Dr. Amand testen

Wer die Diät nach Dr. Amand Hypoglykämie stabilisieren hinter sich hat und wieder zusätzliche Kohlenhydrate essen will, sollte wie folgt vorgehen:

  1. Immer nur ein Kohlenhydrat dem Speiseplan hinzufügen z.B. Kartoffeln und mindestens 3-7 Tage essen. Nach langer Abstinenz ist einige Tage genug Insulin vorhanden, das mit der Zeit wieder nachläßt.
  2. Danach vor dem essen der Kartoffeln, eine Stunde nach dem Essen und zwei Stunden nach dem Essen, den Blutzucker messen. Der Blutzucker vor dem Essen sollte 100 mg/Deziliter nicht überschreiten. Nach einer Stunde, sollte der Blutzucker 126 mg/Deziliter nicht überschreiten. Zwei Stunden nach dem Essen, sollte der Blutzucker wieder um die 100 mg/Deziliter oder niedriger sein. Der Normalwert liegt bei 70-100 mg/Deziliter.
  3. Auf diese Weise kann jedes Kohlenhydrat auf Verträglichkeit überprüft werden.
  4. Zucker und Weißmehl müssen vollständig vom Speiseplan gestrichen werden.

Auswertung:

Wird der Wert von 126 mg/Deziliter eine Stunde nach dem Essen nicht zu stark überschritten, kann man es mit einer kleineren Menge Kartoffeln versuchen. Überschreitet der Blutzuckerwert 130 mg/ Deziliter, sollten Kartoffeln vom Speiseplan gestrichen werden und nur bei Ausnahmen gegessen werden. Treten nach ca. 3 Woche verschwundene Symptome wieder auf, sollten schwere Kohlenhydrate nochmals überprüft werden.

Die Vertäglichkeit von Kohlenhydraten testen

Wer die Diät von Dr. Amand nicht machen will, kann seine Verträglichkeit für Kohlenhydrate wie folgt überprüfen:

  1. Ohne Nahrungsumstellung sollte ein 14tägiges Blutzuckertagesprofil erstellt werden: Der Blutzucker wird 14 Tage vor dem Essen, eine Stunde nach dem Essen und zwei Stunden  nach dem Essen gemessen und zwar bei JEDER kohlenhytradreichen Mahlzeit.
  2. Es sollte genau notiert werden, wieviel und welches Kohlenhydrat gegessen wurde.
  3. Der Blutzucker vor dem Essen sollte 100 mg/Deziliter nicht überschreiten. Nach einer Stunde, sollte der Blutzucker 126 mg/Deziliter nicht überschreiten. Zwei Stunden nach dem Essen, sollte der Blutzucker wieder um die 100 mg/Deziliter oder niedriger sein. Der Normalwert liegt bei 70-100 mg/Deziliter. Anamnesebogen Blutzucker

Auswertung:

Alle Kohlenhydrate, die 130 mg/Deziliter übersteigen, sollten vom Speiseplan gestrichen werden und nur in Ausnahmefällen gegessen werden. Wird der Wert von 126 mg/Deziliter eine Stunde nach dem Essen nicht zu stark überschritten, kann man es mit einer kleineren Menge versuchen.

Sind der Wert vor dem essen und eine Stunde nach dem essen einer Kohlenhydratreichen Mahlzeit gleich oder / sogar niedriger, weist das auf eine Hypoglykämie hin. Besonders, wenn der Wert nach drei Stunden um die 70 mg/Deziliter oder niedriger ist.

Bewegen sich die Werte nach der zweiten und dritten Messung zwischen 126 und höher, besteht eine Insulinresistenz und ein Diabetes ist früher oder später im Anmarsch.

Symptome, die nach der richtigen Ernährung verschwinden: Hypoglykämie, Dysglykämie, Insulinresistenz

Die Spalte Diabetes enthält nur die zusätzlichen Symptome, zur besseren Übersicht. Die Symptome der Insulinresistenz etc. sind ebenfalls da. Nicht immer geht ein Diabetes mit einem starken Gewichtsverlust einher. Auch eine starke Gewichtszunahme ist häufig. Diabetes hat noch sehr viel mehr Symptome, als in der Vorphase und kann in Blindheit oder Amputationen von Gliedmaßen enden. Herz-Kreislaufprobleme gehören ebenfalls dazu.

 

 

 

 

Hypoglykämie, der Unterzucker

Folge 3: DIE ROLLE DER UNTERZUCKERUNG, BLUTZUCKERSCHWANKUNGEN UND DIABETES BEI FIBRPMYALGIE

Frei von jeder bisherigen Information über Fibromyalgie, begann ich mit meinen Forschungen nach der Ursache von Fibromyalgie bei der Schmerztheorie. Mithilfe der Bücher von Dr. Thomas Weiss, die 2009 auf dem Markt waren, suchte ich nach hilfreichen Ansätzen. Doch ich suchte nicht nur nach den „Wahrheiten“ der vorhandenen Theorien, ich suchte auch nach relevanten Anhaltspunkten bzw. Krankheiten, die in der Schulmedizin übersehen werden und warum! Die in der Schmerztheorie aufgeführten Medikamente, hatte ich schon alle im Medizinschrank, die auch zeitweise etwas Linderung gebracht hatten, aber irgendwann nicht mehr. Die multimodale Therapie hatte ich im Laufe der Jahre auch schon durch, was zeitweise, mehr oder weniger gut geholfen hat.

Der sinngemäß wiedergegebene Satz: „Fibromyalgie geht oft mit Hormonstörungen einher,“ elektrisierte mich. Weiss bezieht sich hierbei auf den Gehirnstoffwechsel, weil viele Fibromyalgie-Patienten unter Depressionen leiden. Ich vertrete die systemische Theorie, die besagt, dass alles mit allem zusammenhängt. Demnach auch alle Hormonkreisläufe. Ich wechselte in die systemische Perspektive und sah dementsprechend fünf große hormongesteuerte Stoffwechselvorgänge, die involviert oder betroffen sein können: Gehirn/Serotonin, Blutzucker, Nebennieren/Stress, Schilddrüse und Sexualhormone. Die Beteiligung von Stress und dem Gehirnstoffwechsel waren 2009 schon bekannt, wobei der Stress eine untergeordnete Rolle spielte. Doch nicht jeder Fibromyalgie-Betroffene hat Depressionen, aber ALLE leiden unter einer mangelhaften Stressbewältigung! Auch andere Hormonachsen könnten beteiligt oder betroffen sein, was der überhäufig betroffene Blutzuckerstoffwechsel nahelegt.

Weiss erwähnt auch Blutzuckerschwankungen als Symptom, was unter den vielfältigen aufgezählten Symptomen untergeht, zumal er auf dieses zentrale Thema 2009 nicht weiter eingeht. Doch er schreibt einen Ernährungsratgeber für Fibromyalgie: „Fibromyalgie: „Das erfolgreiche Ernährungsprogramm“, das gut ist, wenn man nicht schon eine Insulinresistenz hat oder gar auf einen Diabetes zusteuert.

Ich versuchte diese Ernährung auch, aber bei mir half sie nicht, da ich schon eine fortgeschrittene Insulinresistenz hatte.Diese Erkenntnis habe ich Dr. Amand zu verdanken, der aufgrund seiner Phosphat-Theorie, die „Guaifenesin-Therapie“ erfand. Amand erkannte, dass ein Großteil der Fibromyalgie Patienten unter Hypoglykämie (Unterzucker) oder deren Vorstufen litten. Niedrige, erhöht oder schwankende Blutzuckerwerte führen auch zu den Fibromyalgie-Symptomen, denn auch die schwere Hypoglykämie beginnt zunächst mit leichteren Schwankungen im Blutzuckerstoffwechsel. Die Symptome der Unterzuckerung, der Überzuckerung und der schwankende Wechsel zwischen beiden Zuständen, decken sich ALLE zu einem großen Teil mit den Symptomen der Fibromyalgie. D.h. auch Diabetes hat viele überschneidende Symptome der Fibromyalgie-Symptome.

Blutzuckerschwankungen und Hypoglykämie sind die Vorboten eines Diabetes. Dr. Amand hat eine liberale, gewichterhaltende und eine strenge, gewichtreduzierende Diät zusammengestellt, die geeignet sind, den Blutzucker zu stabilisieren und einem Diabetes vorzubeugen. Ich habe die liberale Diät von Dr. Amand eisern durchgezogen und alle Symptome, die ich im Blog hinterlegt habe, hatten sich extrem verbessert oder waren ganz verschwunden. Die Schmerzen und Verspannungen lösten sich langsam auf und der gefürchtete Fibro-Nebel kam nie wieder. Doch eine Reihe von schweren Symptomen blieben und ich musste weiterforschen. Die Insulinresistenz war nur ein Teil der Geschichte. Die Fibromyalgie Symptome haben demnach mehrere Ursachen. Aber dazu später mehr. Was Hypoglykämie ist, warum sie in der Schulmedizin übersehen wird und wie ihr herausfinden könnt, ob ihr unter Hypoglykämie, Blutzuckerschwankungen oder einer Insulinresistenz leidet, sind Themen der nächsten Folge.

Fazit 1: Die Therapieansätze der Schmerztheorie sind bezogen auf Medikamente und die multimodale Therapie richtig, aber nicht ausreichend. Es ist nur eine symptomatische Behandlung, die das Fortschreiten der Krankheit nicht aufhalten kann. Die Schmerztheorie muss falsch sein, da die Schmerzen nach Behandlung des Blutzuckers wesentlich besser werden oder ganz verschwinden.

Fazit 2: Für die Symptomen der Fibromyalgie-Symptomen können mehrere Hormonachsen verantwortlich sein. Eine davon betrifft den Blutzuckerstoffwechsel. Das Ernährungsprogramm für Fibromyalgie von Dr. Thomas ist NUR hilfreich für Betroffene, die noch KEINE Insulinresistenz entwickelt haben oder am Anfang ihrer Blutzuckerprobleme stehen.

Fazit 3: Rund um den Blutzucker gibt es eine Krankheit: die Hypoglykämie heißt. Sie ist zwar in jedem Lehrbuch vorhanden, wird aber von der Schulmedizin übersehen oder nicht ernst genommen. Ein Großteil der Fibromyalgie Patienten leidet unter Hypoglykämie (Unterzucker) oder deren Vorstufen (Blutzuckerschwankungen) oder einem Diabetes.

Fazit 4: In seinem Buch über die „Guaifenesin-Therapie“, schlägt Amand Betroffenen vor, Guaifenesin und seine Hypoglykämie-Diät zeitgleich durchzuführen, was wissenschaftlich unsauber ist. Wer beide Therapien zusammen macht, weiß am Ende nicht, was ihm wirklich geholfen hat. Ich habe beide Therapien auch getrennt voneinander versucht und es war eindeutig die Diät und nicht das Guaifenesin, das geholfen hat. Das Guaifenesin ist wirkungslos.

Fazit 5: Es gibt mehrere Ursachen für die Symptome der Fibromyalgie!!! Hypoglykämie und alle weiteren Störungen im Blutzuckerstoffwechsel SIND nur EINIGE DER URSACHEN, der Fibromyalgie Symptome, die übersehen werden!!!

Vertiefende Informationen, auch die Diät von Amand: Link: „Hypoglykämie stabilisieren“ finden Sie hier:

http://www.psycho-therapie-fibromyalgie.com/category/hypoglykaemie-blutzuckerschwankungen-diabetes/

WER BEKOMMT DIE SYMPTOME DER FIBROMYALGIE?

Folge 2

In Kopf und Bauch sind folgende Erkenntnisse wichtig für Euch:

Fazit1: Die Schulmedizin ist nicht in der Lage, Fibromyalgie zu erklären. Sie kann Fibromyalgie sehr begrenzt und nur symptomatisch behandeln, aber nicht stoppen! Nur wer das begriffen hat, wird nach alternativen Wegen suchen, die nötige Eigenverantwortung und Eigeninitiative entwickeln, eine langwierige Therapie der kleinen Schritte auf sich nehmen.

Fazit 2: Hinter der Diagnose „Fibromyalgie“ stecken ernsthafte Erkrankungen, die nicht gefunden werden, die sich im Laufe der Zeit verschlimmern und den Körper nachhaltig schädigen! Auch wenn Ärzte diese Diagnose verharmlosen, belächeln, ignorieren, in die Psychoecke schieben oder einfach hilflos mit den Achseln zucken, besteht eine ernsthafte Erkrankung, welche die Lebensqualität der Betroffenen langsam, aber sicher, bis zur Arbeitsunfähigkeit und mehr einschränkt!!! Ihr seid wirklich schwerwiegend erkrank, das ist wichtig zu wissen! Und ihr müsst so früh, wie möglich selbst etwas dagegen tun, um die Krankheit aufzuhalten.  Wer sich wieder gesunder fühlen will, der muss sich selbst auf den Weg machen, den ich mit diesen Artikeln zu unterstützen versuche!!!

Mein Weg war zunächst alles, was ich über Fibromyalgie wusste, zu vergessen, alle Informationen mit einem ganz frischen Blick neu zu betrachten und neu auszuwerten. Dabei ging ich sehr wertschätzend vor, denn ich setze voraus, dass jeder Arzt und jeder Wissenschaftler ehrlich und überzeugt von seinen Ergebnissen ist und dass nicht alles falsch sein kann, was gesagt und geschrieben wurde. Aber auch Ärzte und Wissenschaftler können sich irren und ich suchte die Punkte, die einleuchtend und hilfreich für Fibromyalgie sind und die Punkte, an denen die Autoren falsch abgebogen waren. Die Antworten hilfreichen Antworten vermutete ich irgendwo dazwischen.

Bei den Auslösern der „Fibromyalgie“ konnte ich keinen Fehler finden. Körperliche oder seelische Traumata wie Unfälle, Operationen, schwere oder chronische Krankheiten, Viruserkrankungen wie Borreliose, EBV, etc., Scheidungen, Todesfälle, Verlust des Arbeitsplatzes, emotionaler oder sexueller Missbrauch in der Kindheit etc., Umweltgifte, Rauchen und Alkohol sind als Auslöser ebenfalls bekannt. Auch Erbfaktoren spielen eine große Rolle. Welche, werden wir noch sehen. Soweit, so gut!

Doch jeder dieser Auslöser ist mit einem hohen Dauerstress verbunden, der nicht abgebaut werden kann, solange die belastenden Situationen anhalten oder/und neue Stresssituationen hinzukommen, was ständig passiert. Dauerstress hält die Fibromyalgie-Symptome aufrecht und löst weitere Schübe aus. Schübe erzeugen weiteren Stress und der erste Teufelskreis der „Fibromyalgie“ ist entstanden.

Stress wird oft verharmlost, andere schaffen das doch auch, so schlimm kann das nicht sein! Falsch gedacht, für Menschen mit Fibromyalgie-Symptomen, ist Stress pures Gift. Aber nicht jeder Mensch unter Dauerstress, bekommt „Fibromyalgie“. Um eine „Fibromyalgie“ zu entwickeln, müssen mehrere Komponenten zusammentreffen: Eine von Dauerstress belastete Vergangenheit, einen oder mehrere der oben genannten Auslöser und eine genetische Komponente. Ein spezifisches Fibromyalgie Gen gibt es nicht, aber davon später.

Meine Auslöser der Fibromyalgie Symptome waren klassisch: keine emotionale Ansprache in der Kindheit, Tod meines Bruders, als ich 13 Jahre alt war, EBV-Virus mit 14/15 Jahren und danach gingen die Symptome los.

Meine Schubauslöser waren: Stress/Überlastung, Krankheiten, Schimmelpilzbelastung in der Wohnung, Unfälle und Hormonumstellungen: Pubertät, Geburten, Wechseljahre Hormontabletten wie die Pille und Cortison

Fazit 1: Überprüft Eure Auslöser: Wann kamen die ersten Symptome, wann, wo und wie hat alles angefangen? Was ist in dieser Zeit passiert? Wie geht Ihr mit Stress um, nehmt Ihr ihn ernst? Was löst bei Euch Schübe aus? Schreibt die Antworten auf. Wenn es darum geht, Eure Ursachen zu finden, werden sie wichtig sein.

Fazit 2: Die Schulmedizin kann Fibromyalgie nicht erklären, aufhalten oder befriedigend therapieren. Aber es gibt andere Wege, sich selbst zu helfen, die ein Umdenken, Eigenverantwortung, Eigeninitiative und Selbstdisziplin erfordern.

Fazit 3: Eine Ursache der „Fibromyalgie ist Dauerstress. Dauerstress ist sowohl ein Auslöser von „Fibromyalgie“, als auch von Schüben. Dauerstress hält den Teufelskreis der Fibromyalgie und ihrer schubweisen Verschlechterung, aufrecht. Aber Dauerstress und seine Folgen werden in unserer Leistungsgesellschaft hochgradig unterschätzt. Stress bringt unteranderem auch Hormonsysteme durcheinander, was schwere Folgen haben kann.

Fazit 4: Um an „Fibromyalgie“ zu erkranken müssen mehrere Komponenten zusammentreffen: langjähriger Dauerstress, einer oder mehrere der bekannten Auslöser und eine Genetische Disposition!!!

Vertiefende Infos hier:  http://www.psycho-therapie-fibromyalgie.com/category/die-rolle-von-stress-bei-fibromyalgie/