„Das Leben ist schön“

... wenn nicht, sollten Sie versuchen, diesen Zustand so gut es geht zu verändern

Schmerztheorie und Guaifenesintherapie

Schmerztheorie: Schmerzverarbeitungsstörung

Die Ursache von Fibromyalgie wird von der Schmerztheorie mit dem Schmerz selbst erklärt, der nicht verarbeitet werden kann. Der nicht verarbeitete Schmerz unbekannter Ursache taucht dann als „Flashback“ grundlos und wahllos an anderen Körperstellen auf. Obwohl der wissenschaftliche Nachweis bis heute fehlt, wird von einer Art Phantomschmerz ohne erkennbare Ursache ausgegangen. Die Suche nach den Ursachen der Fibromyalgie ist damit beendet, denn niemand jagt ein Phantom.

Dennoch kommen Teile der Schmerztheorie den möglichen Ursachen sehr nahe. Die Entdeckung der Beteiligung von Hormonstörungen z.B. Stresshormone, Serotonin und Wachstumshormone ist ein Schritsmili 2t in die richtige Richtung. Auch eine Beteiligung des Nervensystems wird anerkannt, denn der An- und Ausschalter einer Stressreaktion befindet sich im Nervensystem. Dieser funktioniert bei Fibromyalgie sehr schlecht bis gar nicht.

Diese Erkenntnisse werden leider als psychosomatische Funktionsstörungen betrachtet. Psychosomatische Funktionsstörungen liegen in dem Aufgabenbereich der Psychotherapie und nicht der Schmerzmedizin. Die Schmerztherapie versucht den Schmerz zu beseitigen, aber dafür gibt es leider nicht die richtige „Pille“. Haben die Funktionsstörungen organische Ursachen, werden diese weder in der Schmerztherapie noch  in der Psychotherapie        gefunden.

Die Guaifenesintherapie von Dr. med. R. Paul ST. Amand

Nach Dr. Amand (2005) liegt die Ursache der Fibromyalgie an einem fehlenden Enzym, das Phosphate abbaut. Das überschüssige Phosphat lagert sich in Muskeln und Sehnen ein, was Schmerzen verursacht. Guaifenesin, ein pflanzlicher Hustenlöser, kann den Überschuss an Phosphaten ausschwemmen und die Erkrankung in einigen Jahren rückgängig machen. Die Ausschwemmung soll unter den üblichen Fibro- Schmerzschüben stattfinden, aber diesmal heilsam sein. Das erste Zeichen für die Wirkung von Guaifenesin sei, dass man den aus Phosphat bestehenden Zahnstein „ausspucken“ kann.

Zusätzlich empfiehlt Dr. Amand eine kohlenhydratarme Diät. Er hat erkannt, dass viele Fibromyalgie-Betroffene unter unerkannten Blutzuckerschwankungen leiden. Die Symptome der Unterzuckerung/Überzuckerung decken sich großflächig mit denen der Fibromyalgie.

Die Therapie schlug, nicht nur in Deutschland, ein wie eine Bombe. Nahezu jeder, der die Therapie umsetzte, fühlte sich nach 3 Monaten schlagartig um Welten besser. Es war wie ein Wunder. Weitere Schübe wurden als Rückentwicklung der Fibromyalgie interpretiert, tapfer begrüßt und ausgehalten. Doch das folgende Jahrzehnt zeigte, dass das Fortschreiten der Fibromyalgie mit Guaifenesin nicht zu stoppen war. Die gewaltige Besserung zu Beginn der Therapie setzte sich nicht weiter fort. Aber was hatte sie verursacht?

smili 2Die hervorragende Pionierleistung von Dr. Amand war die Entdeckung der großen Übereinstimmung von den Symptomen bei Fibromyalgie und Blutzuckerschwankungen. Dr. Amand therapiert mit seiner kohlenhydratarmen Diät eine gravierende Ursache der Fibromyalgie-Symptome! Die Blutzuckerschwankungen, die in der Schulmedizin übersehen oder nicht ernst genommen werden.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Wer unter Blutzuckerschwankungen leidet, profitiert von der kohlenhydratarmen Diät mit oder ohne Guaifenesin. Wird die kohlenhydratarme Ernährung abgebrochen, kehren die Symptome zurück. Je konsequenter die kohlenhydratarme Ernährung durchgeführt wird, desto mehr löst sich der Zahnstein. Ganz ohne Guaifenesin! Wer keine Blutzuckerschwankungen hat, dem hilft weder eine Nahrungsumstellung noch das Guaifenesin. Doch die meisten Fibromyalgie-Betroffenen leiden unter Blutzuckerschwankungen. So erklärt sich der bahnbrechende Anfangserfolg der „Guaifenesintherapie“.